Die Chronik der Feuerwehr Öschingen

  

1649     Brandkatastrophe in Öschingen

 Die größte, nachweisbare Brandkatastrophe in Öschingen ereignet sich Ende des dreißigjährigen Krieges. Die Gemeinde berichtet in einem Gesuch um ein Brandsteuerpatent (=Erlaubnis zu betteln) am 30. März 1649 an Herzog Eberhard III., dass französische Truppen das Dorf anzündeten und 27 der besten Häuser abbrannten. Die übrigen Häuser seien „durch das Kriegswesen dergestalt zugerichtet und zerrissen, daß sie gleichsam nicht mehr bewohnt werden konnten und täglich einzufallen drohten“.

 In der Chronik der Gemeinde Öschingen ist dies so beschrieben:

 „Im dreißigjährigen Krieg ging fast der ganze Flecken zugrunde, nur 3 Gebäude samt der alten Kapelle gegenüber der heutigen Wirtschaft zur Krone sollen vom Feuer verschont geblieben sein.“

  

1723   Feuersbrunst in Öschingen

 Im Archiv der Gemeinde Mössingen findet sich ein Hinweis auf einen größeren Brand in Öschingen: „bey der durch einen Wetterstreich nächtlicherweyl zu Öschingen entstandenen Feuersbrunst seynd die von hier zur Beyhülf dahin mitgenommenen Feuerkübel zimlich ruinirt und deren 7 durch Schuemacher Michel Wagner ausgebeßert worden.“

  

1747   Strohdächer sind abzuschaffen

 Im Vogt-Ruggerichtsprotokoll steht, dass der Bürgerschaft wiederholt eingeschärft wurde: „nach denen fürstlichen Verordnungen die dahier noch seyende Strohtächer nach und nach abzuschaffen“.

  

1761   Brandschau

 In den Bürgermeisterrechnungen ist zu lesen: „Die Besichtigung der Gebäu und Feuerstätt ist heuer der Observanz (=Gewohnheit) gemäß wiederum 2mahlen geschehen“.

 

 1768   Feuerlöschgeräte

 Über das Inventar der Feuerwehr erfahren wir erstmals aus den ältesten Bürgermeisterrechnungen: „28 Feuerkibel und außen am Rathauß unter einem Tächlen 5 Feuerlaitern sowie 2 Feuer-Hacken“.

 

 1806   Anschaffung neuer Feuereimer

 Es wird berichtet, dass Schultheiß Johannes Kuppler und Bürgermeister Conrad Rudolf „mit Jacob Haussmann Feueräimer-Macher in Reutlingen einen Acort gemacht haben, weil sie nach Oberamtlichem Befehl 14 Stück neue Feueräimer zur Kommun anschaffen sollen“.

 

 1807   Feuerwehrfahne

 Den ersten Hinweis auf eine Fahne finden wir wieder in den Bürgermeisterrechnungen: „den 18ten April 1807 hat Anna Maria, Jacob Haugen Tochter auf Angeben (im Auftrag) den Feuer-Fahnen auf beeden Seiten mit neuem Band doppelt eingefasst und überhaupt ganz ausgebessert, daran verdient, samt Band und Seide, 2 Gulden 24 Kreuzer“.

 

 1807   Kam so das Spritzenwäldle zu seinem Namen?

 Der erste Hinweis auf eine eigene Feuerspritze in Öschingen findet sich unter dem 10.10.: „Schon im Merzen des Jahres hat Joh. Adam Keller Meister-Schreiner auf Angeben 2 neue Seie-Kästle zur hiesigen Feuerspritze gemacht; jedes 3 Schuh lang und 2 Schuh breit, daran wohl verdient 3 Gulden.“

 Um diese Spritze muss es sich auch handeln, wenn die Überlieferung zutrifft, dass die Öschinger einst ein Stück Wald, das „Spritzenwäldle“ am Eichberg an die Gemeinde Genkingen verkauften, um mit dem Erlös ihre Feuerspritze zu kaufen.

  

1831   Vier Pferde notwendig

 Dass diese Feuerspritze keine Kleinigkeit ist steht im Gemeinderatsprotokoll: „Da nun bisher die Feuer-Spritze mit 3 Pferden geführt, aber Beschwerde vorkommen, daß dieselbe zu schwähr... so wird beschlossen daß ferner 4 Pferd an der Spritze paßieren sollen und das 3te und 4te Pferd gleich bezahlt werden sollen“.

 

 1844   Neue Feuerpolizei-Ordnung tritt in Kraft

 Am 31.12. „ist der versammelten Gemeinde die Feuerpolizei-Ordnung ihrem ganzen Inhalte nach durch den Orts-Vorstand publiziert und bekannt gemacht worden. Die Feuergeräthschaften sind untersucht und in Gutem und Brauchbarem Zustande erfunden auch die Feuer-Spritzen probiert und brauchbaar erfunden worden.“

 

 1858   Feuereimer Mangelhaft

 Die Gemeinde Öschingen erhält einen Mängelbericht: „Die Feuereimer der Gemeinde sind beinahe durchgängig in einem mangelhaften Zustande und lassen das Wasser durchlaufen. Da man nicht wissen kann wie bald man solche braucht, so muß für deren Verzeichnung und Herstellung alsbaldige Vorkehrung getroffen werden...“.

  

1876   Anschaffung einer modernen Saugfeuerspritze

 Die vorhandene alte Stoßspritze entspricht nicht mehr den Anforderungen der Zeit. Der Gemeinderat beschließt daraufhin am 25.2.1875 eine zeitgemäße Saugfeuerspritze der Fa. Kurtz aus Stuttgart anzuschaffen.

 Die Auslieferung der Patentfeuerspritze mit der Fabrik-Nr. 1016 erfolgt 1876.

  

1880   Großbrand in der Obergasse

 Am 18.7. brennen infolge eines Blitzschlages in der Obergasse vier Wohnhäuser und zwölf Scheunen ab. Obwohl bei diesem Großbrand die Feuerwehren aus Mössingen, Talheim, Ofterdingen und Gönningen den Öschingern beistehen kann nicht viel mehr als das Vieh gerettet werden, da aus dem fast völlig ausgetrockneten Öschenbach kaum Löschwasser herbeigeschafft werden kann. In der Chronik der Feuerwehr Mössingen ist weiter ausgeführt: „Als erste auf dem Brandplatz war die Mössinger Feuerwehr, dann die Gönninger, dann die Talheimer und zuletzt die Ofterdinger. Bei diesem Brand hat sich der Schulmeister Weiß rühmlich hervorgetan, auch den Öschinger Mädchen muß ein rühmliches Zeugnis ausgestellt werden für tapfere Arbeit. Die Brandstätte war bei der Krone, und zwar rechts von der Krone die ganze Seite und auf der Seite der Krone auch noch einige Gebäude. Versichert war nur ein einziger.“

  

Die schweren Tage in Öschingen – Den 18. Juli 1880

 Friedlich an dem Sonntagmorgen, lagert an des Rossbergs Fuß

 Öschingen, das kleine Dörfchen, Sonne schickt den ersten Gruß.

  

Von der Mühe sich erholet, froh der Mensch am Tag des Herrn,

 Früh die Lüfte ! Horch, es grollet, grauser Donner schon von fern.

  

Näher, näher hört man´s rollen, schwarze Wolken fliegen her,

 Blitz auf Blitz ! Welch dumpfes Dröhnen, Herr uns bangt, schilt nicht so sehr.

  

Knall, was ist´s ? Gott sei uns gnädig ! Feurig steigt die Lohe auf,

 Jammernd, klagend, händeringend, sammelt sich das Volk zuhauf.

  

Ach es brennt ! Es flammt gewaltig, sechzehn Häuser äschern ein,

 Gott, ach Gott, o willst du nimmer, mit dem Gnadenblick erfreun ?

  

Nieder glimmt der Flammen Wüten, traurig, schaurig, hier und dort,

 Männer, Mütter, klagen, jammern, für die Nacht kein Zufluchtsort.

  

Hier die Witwe, dort der Bauer, obdachlos und trauernd stehn,

 Herr mein Gott, lass ungetröstet, sie heut nicht zur Ruhe gehen.

  

Schulmeister Wolf in Waldebern

  

1886   Lokalfeuerlöschordnung

 Der Gemeinderat beschließt am 15.10.1886 den Entwurf einer neuen Lokalfeuerlöschordnung nach den Vorgaben der Landesfeuerlöschordnung von 1885, sowie die Organisation und Einteilung einer Feuerwehr.

 In der am 23.11.1888 für vollziehbar erklärten Lokalfeuerlöschordnung der Gemeinde Öschingen ist die neu gegründete und militärisch organisierte gemischte Feuerwehr in sechs Züge untergliedert.

 An der Spitze der Gesamtmannschaft steht der Kommandant Johannes König, sein Stellvertreter ist Konrad Schneider und Hornist Michael Herrmann.

 Diese Feuerwehr ist wie folgt gegliedert:

1. Zug

Dach- und Stocksteiger, Retter und Schlauchleger

27 freiwillige

2. Zug

Spritzenmannschaft

19 Mann

3. Zug

Ablösung für 2. Zug

17 Mann

4. Zug

Spritzenmannschaft alte Spritze

27 Mann

5. Zug

Wasserträger und Schöpfer

19 Mann

6. Zug

Flüchtungs- und Wachmannschaft

21 Mann

Sonder-

Feuerreiter

4 Mann

aufgaben

Sturmläuter

7 Mann

 

Beleuchtung des Brandplatzes

2 Mann

 

Bachschweller

2 Mann

 

Fuhrleute zur Spritze

4 Mann

  

Diese Auflistung zeigt, dass im Gründungsjahr der Feuerwehr insgesamt 152 Personen (bei 957 Einwohnern) zum Feuerwehrdienst verpflichtet werden. Dienstverpflichtet sind alle männlichen Einwohner zwischen dem 18. und 55. Lebensjahr, ausgenommen Kranke, Gebrechliche, Pfarrer und Lehrer.

 Die einzelnen Züge tragen zur Kennzeichnung verschiedenfarbige Armbinden. Jährlich hat der 1. Zug mindestens 6, die übrigen Züge 4 Übungen abzuhalten.

 Der 1. Zug wird schon damals wegen des erhöhten Gefahrenrisikos aus freiwilligen gebildet.

 Die Wasserversorgung ist durch den Öschenbach mit verschiedenen Schwellmöglichkeiten sowie 6 laufende und 4 Pumpbrunnen gewährleistet.

 Bei einem Brand im Ort wird mit beiden Glocken, bei einem auswärtigen Brand nur mit der großen Glocke geläutet. Zusätzlich gibt der Hornist Feuersignal. Sobald Sturm geläutet wird, haben sich die vier Feuerreiter mit ihren Pferden vor dem Rathaus einzufinden.

 In der Lokalfeuerlöschordnung sind u.a. folgende Löschgeräte aufgeführt: eine vierrädrige, 2-strahlige Saugfeuerspritze mit 130 m Druckschlauch, eine gut erhaltene alte Stoßspritze, sowie eine Handspritze.

 Öschingen bildet nach den Vorschriften der Bezirksfeuerlöschordnung von 1887 zusammen mit Mössingen, Talheim, Ofterdingen und Gönningen einen Brandhilfsverband.

  

1905   Brandfall

 Im November ereignet sich ein Brandfall bei dem auch die Mössinger Feuerwehr zur Unterstützung gerufen wird. In jener Nacht ist es so kalt, dass deren Spritze zweimal mit heißem Wasser aufgetaut werden muss.

  

1911   Bau der örtlichen Wasserleitung

 Das Feuerlöschwesen in Öschingen erfährt eine grundlegende Verbesserung. Mit einem Kostenaufwand von 70.700 Mark wird die örtliche Wasserleitung gebaut. Hierzu erhält die Gemeinde 4375 M Staatsbeitrag. Öschingen besitzt nun 51 Hydrantenanschlüsse, die im ganzen Dorf verteilt sind. Zur Nutzung werden 2 Hydrantenwagen von der Fa. Bachert angeschafft.

 

1912   Feuerwehr-Verein Öschingen

 Zu diesem Verein liegen leider keine näheren Angaben vor. Es dürfte sich um die Satzung des 1. Zuges, der sich als Freiwillige Feuerwehr bezeichnet handeln. Der Gemeindepfleger Matthias Bader bezeichnet sich 1908 – 1911 als „Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr“

 Aus den „Statuten des Feuerwehr-Vereins Oeschingen“:

 „Gründung: Am 1. September hat sich unter dem Namen „Feuerwehr-Verein Oeschingen“ ein Verein von Freiwilligen gegründet, welcher sich zur Pflicht macht, bei Feuersgefahr das Leben und Eigentum der Einwohner des hiesigen Orts und der nächsten Umgegend nach Kräften zu schützen. Er bildet seitdem das erste Glied des ganzen Feuerlöschwesens.

 § 1 Zweck des Vereins: 1. Der Zweck des Vereins ist durch Versammlungen die Kameradschaft aufrecht zu erhalten. 2. Durch monatliche Beiträte die Vereinskasse zu führen. 3. Gesellschaftliche Unterhaltungen zu veranstalten und Feuerwehrfestlichkeiten beizuwohnen. 4. Bei Todesfall eines Mitglieds Leichenbegleitung und aus der Kasse 10 Mark zu gewähren nebst einem Kranz.“

  

1912   Anpassung der Lokalfeuerlöschordnung

 Eine wichtige Neuerung, auch für die Feuerwehr, ist die Fertigstellung der Wasserleitung im Jahre 1911. Nun kann auch ohne Feuerspritze ein Löschangriff aufgebaut, bzw. überall Wasser entnommen und mit zwei Hydrantenwagen durch 4 C-Rohre gelöscht werden.

 Dies bringt eine Neugliederung der Feuerwehr mit sich, die durch eine geänderte Lokalfeuerlöschordnung vom 7.11. folgendermaßen aussieht:

1. Zug

Steiger und Retter

2. Zug

Hydrantenmannschaft

3. Zug

Spritzenmannschaft

4. Zug

Leitermannschaft

5. Zug

Flüchtungs- und Wachmannschaft

 

Mit Gottlieb Schneider (Schmid) ist in der neuen Lokalfeuerlöschordnung erstmals ein Geräteverwalter zur Reinigung der Spritzen und Gerätschaften aufgestellt. Neben den bisherigen Feuerreitern (Georg Luz, Bauer; Konrad Schneider, Fuhrmann; Christian Schneider, Fuhrmann) werden nun auch Radfahrer als Feuermelder eingeteilt (Christoph Bader, Metzger; Wilhelm Rempfer, Fabrikarbeiter; Friedrich Frey, Fabrikarbeiter).

  

1921   Elektrischer Strom

 Öschingen wird an die Stromversorgung angeschlossen. Neben den überwiegenden Vorteilen des elektrischen Stromes muss auch eine neue Gefahrenquelle in Kauf genommen werden.

  

1926   Brand eines Gebäudes

 Am 23.11. brennt das Doppelwohnhaus des Karl Bihler und Martin Schneider im Tanzgraben vollständig nieder. Entstehungsursache ist Kurzschluß.

 

 1927   Brand in der Gemeindebackküche

 Am 26.10. brennt die Gemeindebackküche teilweise aus. Entstehungsursache ist Fahrlässigkeit des Gemeindebäckers, da dieser „brennende“ Kohlen in einem Nebenraum und auf der Bühne aufbewahrt.

  

1928   Quellwasserversorgung nicht mehr ausreichend

 Die Quellwasserversorgung wird durch Erstellen einer Grundwasserfassung erweitert. Diese besteht aus einer Sickeranlage mit einem Pumpwerk und wird mit einem Kostenaufwand von 25825 RM gebaut. Die Gemeinde erhält hierfür einen Beitrag von 1158 RM aus der Zentralkasse zur Förderung des Feuerlöschwesens.

  

Messinghelme werden durch Lederhelme ersetzt

 Für den 1. Zug der Feuerwehr werden Lederhelme beschafft.

  

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Öschingen

 Am 2.10.1925 empfiehlt Bezirksfeuerlöschinspektor die Umstellung in eine Freiwillige Feuerwehr. In den beiden darauffolgenden Jahren geschieht nichts, dann macht Kommandant Adolf Kuppler im März wieder einen Vorstoß und regt an, dass in Öschingen eine Freiwillige Feuerwehr gegründet werden soll. Der Gemeinderat hat nichts dagegen, bezweifelt aber, ob sich genügend Leute melden. Einen Monat später hatten sich bereits 65 Männer zum Beitritt in eine Freiwillige Feuerwehr bereit erklärt.

 So kann schließlich in einer am 10.5. abgehaltenen Versammlung mit 80 freiwilligen Männern die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Öschingen beschlossen werden.

 Diese ist folgendermaßen gegliedert:

Stab

1 Kommandant

1 Stellvertreter

1 Schriftführer und Kassier

1 Geräteverwalter und zugleich Spritzenmeister

2 Hornisten

2 Sanitätsmänner

1 Elektriker

 

 

 

 

 

 

9 Mann

1. Zug

Steiger und Retter

30 Mann

2. Zug

Hydrantenmannschaft

25 Mann

3. Zug

Spritzenmannschaft, Wasserträger, Schöpfer und Wachmannschaft

 

27 Mann

 

 Die feuerwehrpflichtigen Männer vom 20. bis 40. Lebensjahr, die keinen Feuerwehrdienst leisten müssen von nun an eine jährliche Feuerwehrabgabe von 5 Reichsmark entrichten. Die Kasse der freiwilligen Feuerwehr erhält von der Gemeinde einen jährlichen Betrag von 100 RM.

  

1929   Brand einer Scheune

 Am 18.9. brennt das dem Johannes Ankele, Taglöhner, gehörende Wohn- und Ökonomiegebäude im Zinken lichterloh; „jedoch kann das Feuer auf die Scheuer beschränkt werden, so dass das angebaute Wohnhaus nur teilweise ausbrennt.“

  

1932   Brand in der “Schöller-Villa“

 „Am 1.1.: während des Vormittagsgottesdienstes wird Feueralarm ausgelöst. Im Dachstuhl des Wohnhauses der Frau Fabrikant Schöller ist infolge Fahrlässigkeit beim Aufwärmen der Wasserleitung Feuer ausgebrochen, das aber im Keim erstickt werden kann, so daß kein größerer Schaden entsteht.“

  

1935   Beschaffung einer Magirus Patent-Leiter

 Die Gemeinde beschafft eine mechanische Leiter der Fa. Magirus mit 12 m Steighöhe.

  

1935   Brand eines Schuppens

 „Am 10.2.: Brandfall bei Christoph Bader z. Lamm. Ausbruch morgens 5 Uhr im Holzschuppen. Durch das energische Eingreifen der Feuerwehr konnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden.“

  

1936   Umbildung der Feuerwehr

 Am 19.9. wird eine Umbildung der Freiwilligen Feuerwehr vollzogen und die Mannschaftsstärke auf 43 Mann festgesetzt.

  

1939   Brand durch Blitzschlag

 „14.7.: Brandfall bei Haug Georg in Dritteläcker durch Blitzschlag.“

  

1939 – 1945 Mannschaftsstärke während der Kriegszeit

 In den Kriegsjahren unterliegt die Zahl der Feuerwehrangehörigen großen Schwankungen. Von 1939 - 44 Mann, 1940 - 19, 1941 – 47, 1942 – 35, 1943 – 33, 1944 – 57 und nach der Neuaufstellung am 12.8.1945 – 74 Mann reichen die Aufzeichnungen im Rapportbuch.

 Die einberufenen Kameraden werden am 10.9.1939 durch die „Einteilung der Altersabteilung“ teilweise ersetzt. Diese wählt am 12.11. ihren Kommandanten und den Stellvertreter.

  

1940   Brand in Zwischendecke

 „23.12.: Brandfall bei Eugen Ankele, Bäcker. Zwischendeckenbrand mit Zimmerbrand. Durch das umsichtige Handeln der Feuerwehr wurde ein großer Brand verhindert. Ausbruch des Brandes 21.45 Uhr.“

  

1943   Gemeinsame Übung der Steinlachgemeinden

 Die Feuerwehr Öschingen nimmt am 5.12. mit 9 Mann und einer Löschkarre an der gemeinsamen Übung in Mössingen teil.

  

1944   Die erste motorisierte Spritze

 Auf Anregung des Kreisfeuerlöschinspektors beschafft die Gemeinde einen Tragkraftspritzenanhänger mit TS 8 vom Hersteller Magirus. Die Auslieferung erfolgt infolge der kriegsbedingten Gummiknappheit mit Eisenrädern. Erstmals kann ohne hohen Personal- und Kraftaufwand Wasser gefördert werden.

  

Feuerlöschteich wird angelegt

 Außerdem wird im Pfarrgarten ein provisorischer Feuerlöschteich angelegt. Dieser ist am 21.4.1945 von großem Nutzen, als es nach einem Luftangriff an fünf Stellen im Ort gleichzeitig brennt.

 Über den Zustand des neu angelegten Pfarrweihers beklagt sich schon 1947 Pfarrer Schaible: „Wasser ist keines mehr darin; es ist nur noch ein übles Schlammloch, das eine Brutstätte der Schnaken und der Kröten bildet“. Die geforderte Eindeckung dieses „Biotops“ wird vom Gemeinderat aber noch 1949 als unverantwortlich abgelehnt.

  

Großangriffsübung

 Feuerwehrinspektor King und Stationskommandant Stilz halten am 30.7. eine Gemeinsame Übung ab. Einsatz der Feuerwehr an drei Stellen, Fabrikfeuerwehr in der Fabrik, Landwache und Bergungstrupp wirken ebenfalls mit.

  

1945   Brand von vier Wohnhäusern und zwei Scheunen

 Am 21.4. schießen Jagdbomber der alliierten Streitkräfte 4 Wohnhäuser und 2 Scheunen in Brand. Das Feuer kann durch die hiesige Feuerwehr und die ganze Einwohnerschaft auf die Herde beschränkt werden. Eine wesentliche Hilfe ist die neuangeschaffte Motorspritze.

 Außerdem ist überliefert, dass die alte Saugfeuerspritze von 1876 hier letztmalig zur Brandbekämpfung eingesetzt wird. Das Wasser kommt aus dem nahegelegenen Feuerlöschteich.

  

1946   Anordnung der Französischen Militärregierung

 Am 30.11. ist durch die französische Militärregierung die Mannschaftsstärke der Freiw. Feuerwehr Öschingen auf 21 Mann festgesetzt. Nach der vorliegenden Stärkemeldung mit 39 Mann sind „somit sofort d.h. auf 1. Dezember 1946 zus. 18 Mann aus der Wehr auszuscheiden.“

Weiter wird bestimmt: „Die Feuerwehr erhält die Bezeichnung nicht motorisierte Feuerwehr.“

  

1951   Brand einer Scheune

 Am 21.4. bricht in der Obergasse Feuer aus. Die Scheune der Margarete Ankele Wwe. brennt vollständig ab.

 

1953   Erstes Feuerwehrmagazin

 Ein Feuerwehrmagazin (heute alter Bauhof) wird erbaut, da die bisherige Unterbringung der Feuerlöschgeräte im Rathaus und unter einem angebauten Dach ist nicht mehr zeitgemäß ist.

  

Kirchenglocken werden nicht mehr zur Alarmierung benötigt.

 Die Alarmierung erfolgt ab 1953 über Sirenen.

  

25-jähriges Jubiläum der FFW Öschingen

 Am 2.8. feiert die Freiwillige Feuerwehr Öschingen ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen Feuerwehrfest. Über 1000 Gäste versammeln sich bei Leistungswettkämpfen, beeindruckenden Schauübungen und einem Umzug.

  

1954   Gründung Spielmannszug

 Am 2.1. gründet sich ein Spielmannszug mit 3 Trommeln und 4 Querflöten, der aber offensichtlich nicht längeren Bestand hat.

  

1956   Kauf eines Tragkraftspritzenanhängers

 Die Beschädigung an der Motorspritze nach einem Hochwassereinsatz ist so groß, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Als Ersatz beschafft die Gemeinde Öschingen von der Fa. Ziegler einen Tragkraftspritzenanhänger, ebenfalls mit einer Tragkraftspritze TS 8.

  

            Hochwasser

 Am 10.7. bedroht nach einem Unwetter Hochwasser den Ort. Auch die Mössinger Kameraden unterstützen mit 2 Fahrzeugen.

  

1963   Brandeinsatz

 Eine Scheune mit Werkstatt steht in Flammen. Durch rasches und schlagkräftiges Eingreifen der Feuerwehr kann das Wohnhaus vom Feuer bewahrt werden.

  

1968   Bau einer Garage in Eigenleistung

 Zur Unterbringung des für 1969 geplanten LF8 wird in vielen freiwilligen Stunden eine Garage beim Gemeindebauhof angebaut.

  

1969   Kauf eines Löschgruppenfahrzeuges

 Am 11.2. kauft die Gemeinde Öschingen ihr erstes Fahrzeug. Hierbei handelt es sich um ein Löschgruppenfahrzeug LF 8, Aufbau Fa. Metz auf Mercedes Benz LAF 710.

  

1971   Eingemeindung nach Mössingen

 Am 1.12. verliert, durch die Eingemeindung nach Mössingen, auch die Freiwillige Feuerwehr Öschingen ihre Selbständigkeit und wird zur Freiwilligen Feuerwehr Mössingen, Abteilung Öschingen.

  

1975   Hochwassereinsatz

 Durch wolkenbruchartige Regenfälle stehen am 23.6. innerhalb des gesamten Ortes Straßen und Keller unter Wasser. Nach Abarbeitung der zahlreichen örtlichen Einsatzstellen ist das LF8 über 8 Stunden im Umspannwerk Nehren im Einsatz.

  

1979   Brand in Zimmerei

 Der Schwelbrand eines Sägemehlhaufens am 7.11. im Dachgeschoss der Werkstatt in der Gustav-Schöller-Straße wird mit zwei C-Rohren gelöscht. Das Sägemehl wird ausgeräumt und im Hof vollends abgelöscht.

  

1980   Hochwassereinsatz

 Am 9. und 10.6. sind nach heftigen Regenfällen im ganzen Ort insgesamt 12 Einsatzstellen zu bewältigen.

 

1981   Waldbrand

 Die Abteilung Öschingen wird am 26.4. zu einem Waldbrand am alten Graben unterhalb des Roßbergs alarmiert. Die Ausbreitung des Feuers kann mit Trockenlöscher und Waldbrandpatschen sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Zum vollständigen Ablöschen aller Glutnester sind die Feuerwehren aus Mössingen, Gönningen und Reutlingen vor Ort.

  

1983   Brand einer Scheune

 Am 7.10. bricht durch unglückliche Umstände in der ehemaligen Poststelle ein Scheunenbrand aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr befindet sich die Scheune bereits im Vollbrand. Durch eine gezielte Riegelstellung kann das Wohnhaus nahezu unbeschadet gehalten werden. Mit Unterstützung der Mössinger Kameraden kommen insgesamt 6 C-Rohre und ein B-Rohr zum Einsatz.

  

1984   Brand in Wohnung

 Bei einem Zimmerbrand in der Gartenstraße verstirbt am 24.11. der alleinstehende ältere Hausbesitzer. Nach seiner Bergung ist der Brand mit einem C-Rohr schnell gelöscht.

  

1986   Hochwassereinsatz

 Unterstützung am 18.6. bei 7 Einsatzstellen in Mössingen.

  

Großbrand in Talheim

 Bei einem Wohnhaus- und Scheunenbrand in der Steinlachstraße in Talheim unterstützt die Abteilung Öschingen am 28.9. durch Ablöschen und Abtragen der Heu- und Strohvorräte.

  

1987   Brand bei der Firma Keller

 Im Dachbereich des Kesselhauses wird am 30.6. ein Brand mit 3 C- und einem B-Rohr abgelöscht.

  

Bau des Feuerwehrhauses

 Das Feuerwehrhaus entsteht in den Jahren 1986 und 1987, als erster Bauabschnitt der neuen Ortsmitte Öschingen, zusammen mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt.

Die Einweihung findet am 24. und 25. Oktober mit einem großen Fest statt.

Nun steht auch der Abteilung Öschingen eine zeitgemäße Unterkunft zur Verfügung.

Die Ausstattung umfasst: Fahrzeughalle mit 3 Boxen, sanitäre Anlagen, Waschraum, Lehr- und Übungssaal mit ca. 70 Sitzplätzen, Küche und Lagermöglichkeiten.

Am Feuerwehrhaus angebaut ist der Gemeindebauhof mit Hausmeisterwohnung.

  

1988   Wohnungsbrand

 Die Abt. Öschingen unterstützt die Löscharbeiten am 14.5. beim Vollbrand einer Dachgeschosswohnung im Mössinger Weberweg.

  

1988   Gründung der Altersabteilung

 Am 15.12.1988 gründen die Ehrenmitglieder der Abteilung Öschingen im Feuerwehrhaus die Altersabteilung, Hans Rein übernimmt die Leitung.

  

Rettung eines Wanderfalken

 Der Greifvogel hat sich am 2.11. mit an den Füßen befestigten Lederriemen im Geäst eines Baumes in der Dürerstraße verfangen. Über eine Leiter kann er samt Ast unverletzt geborgen werden.

  

1991   Heizöl ausgelaufen

 Bei der Heizöl Lieferung läuft am 31.10. eine unbekannte Menge Heizöl auf die geschotterte Zufahrt im Auchtertweg aus. Es müssen ca. 6m³ Erdreich ausgehoben und beseitigt werden.

  

1992   Übernahme Tanklöschfahrzeug

 Am 13.1. übernimmt die Abteilung Öschingen das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, Baujahr 1970, Aufbau Fa. Metz auf Mercedes Benz LAF 1113 von der Abteilung Mitte. Wiederum eine wesentliche Verbesserung des Brandschutzes, ab diesem Tag werden im Fahrzeug 2500 Liter Wasser mitgeführt.

  

1993   Waldbrand

 Im Gewand Birkenäcker brennen am 27.4. ca. 3 Ha Wald. Mit einem

 C-Rohr und Waldbrandpatschen kann der Brand abgelöscht werden. Die Abteilung Mitte unterstützt mit dem Tanklöschfahrzeug.

  

Mehrere Brände

 Am 20.3. müssen ca. 150qm Gras und Gebüsch im Gewand Auchtert mit einem

 C-Rohr abgelöscht werden.

 Wiederum brennen am 2.4. im selben Gebiet Grasflächen- und Gebüsch.

 In derselben Nacht rückt die Abteilung Öschingen zu einem Feldscheuenbrand in Belsen aus. Die Abteilungen Belsen und Mitte sind zu diesem Zeitpunkt bereits beim Brand des Schafhauses auf dem alten Morgen gebunden.

  

1994   Abteilung Öschingen bekommt Fahne gestiftet

 Ein großer Tag für die Abteilung Öschingen ist der Samstag, 03.12.1994. Hier kann in einem Festakt die von einem Feuerwehrmitglied gestiftete Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Öschingen von der Patenwehr Bodelshausen übergeben werden.

  

Brand Wohn- und Geschäftshaus

 Beim Eintreffen der Feuerwehr am 16.11. steht das Erdgeschoss und das Treppenhaus der Metzgerei bis zum Dachgeschoss im Vollbrand. Das Feuer wird mit 3 C-Rohren im Innenangriff unter Atemschutz gelöscht. Der Brand ist bereits 15 Minuten nach Beginn der Löscharbeiten unter Kontrolle. Die umfangreichen Nachlöscharbeiten dauern noch längere Zeit.

  

1997   Brand einer Sauna

 Am 16.11. brennt die Sauna im Untergeschoss eines Wohnhauses in der Panoramastraße. Zum Einsatz kommen 2 C-Rohre unter Atemschutz.

  

Übernahme Löschgruppenfahrzeug

 Als Ersatz für das LF 8 wird am 08.12. das Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS, Baujahr 1973, Aufbau Fa. Ziegler auf Mercedes Benz LAF 1113, aus Mössingen übernommen. Das Öschinger LF8 wird im Tausch gegen die „Oma“ - das LF15 Baujahr 1950 der Abt. Mitte - an die Werkfeuerwehr Egeria abgegeben. Später gelangt unser ehem. LF 8 nach der Insolvenz der Fa. Egeria in Privatbesitz.

  

1998   Grasflächenbrand

 Ein Grasflächenbrand am Fuß des Schönbergs wird am 20.2. mit 3 C-Rohren gelöscht. Die Abteilung Mitte unterstützt und löscht vom Waldrand aus.

  

1999   Hochleistungslüfter angeschafft

 Zur gezielten Entrauchung von Gebäuden wird ein Hochleistungslüfter mit Wasserturbinenantrieb angeschafft.

  

Orkan am 2. Weihnachtsfeiertag

 Das Orkantief Lothar beschert der Abteilung Öschingen 33 Einsatzstellen. Überwiegend müssen abgedeckte Dächer gesichert und umgestürzte Bäume beseitigt werden.

  

2000   Brand einer Diskothek

 Beim Vollbrand der Diskothek Absolut in Mössingen unterstützt die Abt. Öschingen am 13.7. mit 2 Fahrzeugen und 23 Mann 4 Stunden lang die Löscharbeiten.

 

2001   Verkehrsunfall

 Einsatz am 7.4. bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen Öschingen und Gönningen mit einer eingeklemmten Person.

 

2002   Hochwasser

 An vier Einsatzstellen wird am 10.8. Oberflächenwasser so umgeleitet, dass es nicht mehr in die Gebäude eindringt, bzw. bereits eingedrungenes Wasser entfernt.

 Am 14.8. läuft Grundwasser in das Untergeschoss eines Industriebetriebes, welches mit Tauchpumpen abgepumpt werden muss. Unter anderem sind eine Trafostation und eine Hydraulikanlage gefährdet.

  

2003   Ölspur

 Der gesamte Verlauf der Ortsdurchfahrt ist am 22.01. durch eine ausgelaufene, zunächst unbekannte Flüssigkeit sehr rutschig. Im Einsatzverlauf stellt sich heraus, dass es sich um eine Reinigungsflüssigkeit der Textilindustrie handelt. Diese wird zunächst mit Ölbindemittel aufgenommen. Zusätzlich kommt eine Kehrmaschine in den Einsatz, Rollsplit wird durch den Bauhof ausgebracht und die Geschwindigkeit nach Anordnung der Polizei auf 30 Km/h begrenzt.

  

Tanklöschfahrzeug wird ersetzt

 Das TLF 16/25, Baujahr 1991 der Abteilung Mitte, ersetzt das in die Jahre gekommene TLF der Abteilung Öschingen. Der Aufbau kommt von der Fa. GFT, das Fahrgestell von Daimler Benz 1224 AF. Durch Gerätewart Thomas Rempfer auf die Belange der Abteilung Öschingen umgebaut, kann auch mit diesem Fahrzeug die Schlagkraft nochmals erhöht werden. Nun können 2 Atemschutzgeräte bereits auf der Anfahrt angelegt werden, außerdem stehen Stromerzeuger, Beleuchtungsgerät, Tauchpumpe, Wassersauger, Motorsäge und Trennschleifer gleich zur Verfügung.

  

Verkehrsunfall

 Bei einem Verkehrsunfall 10.12. Richtung Gönningen wird die im Beinbereich eingeklemmte Fahrerin vom Rüstzug befreit. Die Abteilung Öschingen betreut die Fahrerin und übernimmt die Absicherung der Einsatzstelle.

  

2004   Neuer Leiter der Altersabteilung

 Nach 16 Jahren gibt Hans Rein das Amt. Neuer Leiter der Altersabteilung wird der seitherige Abteilungskommandant Felix Rein.

  

2005   Hochwassereinsatz

 Am 21.8. werden nach Starkregen 8 Einsatzstellen abgearbeitet.

  

Verkehrsunfall

 Nur noch tot geborgen werden, kann der Fahrer am 2.10. bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen Öschingen und Gönningen. Seine Beifahrerin zieht sich schwer Verletzungen zu. Der Unfallverursacher bleibt unverletzt.

  

Brand eines Dachstuhls

 3 Tage nachdem bei einem Brandeinsatz in Tübingen 2 Feuerwehrkameraden tödlich verunglücken, werden die Abteilungen Mitte und Öschingen am 19.12. zu einem Dachstuhlbrand in die Untergasse gerufen. Der Brand wird mit 3 C-Rohren abgelöscht. Zum Ablöschen der restlichen Glutnester muss über die Drehleiter das Dach teilweise abgedeckt werden.

  

2006   Anschaffung Powermoon

 Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen wird im Dezember ein „Powermoon“ angeschafft. Dieser liefert eine nahezu blendfreie, dem Tageslicht sehr ähnliche Beleuchtung.

  

2007   Sturmtief Kyrill

 Auf Grund der Unwetterwarnungen am 18.1. ist eine Gruppe im Feuerwehrhaus im Feuerwehrhaus in Bereitschaft. Es müssen aber nur an drei Einsatzstellen herunterstürzende Dachziegel gesichert werden.

  

Anschaffung Chiemseepumpe

 Durch die Anschaffung einer Schmutzwasserpumpe (Chiemsee, Förderleistung bis zu 2000 l/min) kann die Ausstattung zum Hochwasserschutz im April 2007 ergänzt werden.

  

Hochwasser

 Am 21.6. unterstützen wir bei 8 Einsatzstellen in Belsen, Bad Sebastiansweiler und Mössingen.

  

2007   Übernahme Mannschaftstransportwagen

 Im November kann wiederum von der Abteilung Mitte der Mannschaftstransportwagen; ein Ford-Transit, Eigenausbau von Gerätewart Thomas Rempfer mit 9 Sitzplätzen übernommen werden. Somit stehen der Abteilung Öschingen nun 3 Fahrzeuge zur Verfügung.

  

Umbau des alten Bauhofs

 In Eigenleistung (auch finanziell) bauen Aktive und Ehrenmitglieder der Abteilung Öschingen im alten Bauhof eine Trennwand und neue Tore ein. Im nun abgetrennten Raum finden die historischen Feuerwehrgeräte Platz.

  

2008   Bauunfall

 Bei Bauarbeiten an der Filsenbergschule am 19.5. wird ein Bauhofmitarbeiter unter einem Lichtschacht in der Baugrube eingeklemmt. Nachdem der Lichtschacht am Bagger angeschlagen und angehoben ist, kann der Arbeiter nur noch tot geborgen werden.

  

Hochwasser

 Am 2.6. unterstützt die Abteilung Öschingen die Feuerwehr Bodelshausen an fünf Einsatzstellen.

  

Brand eines Dachstuhls

 Mit 18 Mann, davon 11 Atemschutzgeräteträgern fahren wir am 16.7. um die Mittagszeit zur Unterstützung bei einem Dachstuhlbrand nach Belsen.

  

2009   Hochwasser

 Nach Starken Regenfällen am 15.5. arbeiten wir 12 Einsatzstellen ab.

  

Anschaffung Wechselladerfahrzeug

 Als Abschluss der Fahrzeugkonzeption 2010 der Gesamtfeuerwehr Mössingen wird im Oktober das Wechselladerfahrgestell Fa. MAN TGS mit Hiab Multilift und der Abrollbehälter Schlauch/Unwetter/LöRü Fa. Sirch in Dienst gestellt. Diese Komponenten ersetzen das LF 16-TS der Abteilung Öschingen und den Schlauchwagen SW 1000 der Abteilung Mitte. Durch weitere Komponenten ergänzt entsteht ein Fahrzeug mit umfangreicher Ausrüstung für die Wasserförderung über lange Wegstrecken, für Hochwassereinsätze und zur Löschwasserrückhaltung.

  

2010   Überlandhilfe Ofterdingen

 Am 14.9. unterstützt die Abteilung Öschingen die Kameraden in Ofterdingen bei einem Brand in einer Heutrocknungsanlage.

 Nur drei Tage später werden wir wieder nach Ofterdingen gerufen. Eine Stielfabrik steht im Vollbrand. Mit dem Wechselladerfahrzeug wird die Wasserversorgung von der Steinlach sichergestellt. Das Tanklöschfahrzeug ist zur Riegelstellung und Brandbekämpfung auf der Westseite eingesetzt.

  

2011   Überlandhilfe Ofterdingen

 Erneut rückt die Abteilung Öschingen zu einem Großbrand nach Ofterdingen aus. In einer ehemaligen Stielfabrik brennt es am 15.11. Wiederum stellt das WLF die Wasserversorgung sicher und das Tanklöschfahrzeug wird zur Brandbekämpfung eingesetzt.

  

2013   Starker, langanhaltender Regen in der Region

 Als die Abteilung Öschingen am 31.5. kurz vor 17 Uhr zu einem Hochwassereinsatz gerufen werden ahnt noch niemand wie lange uns der vorangegangene, wochenlange Regen in Atem hält. Die Hochwassereinsätze in Öschingen summieren sich bis zum 3.6. auf 11 Einsatzorte.

 Am Samstag 1.6.wird um 15 Uhr der Hochwasserzug des Landkreis Tübingen alarmiert. Mit dem WLF in diesen eingebunden, rückt die Abteilung Öschingen mit den anderen Einheiten nach Veringenstadt aus. Der Einsatzschwerpunkt ist die Schule in der Außerstadt. Nahezu alle auf dem Abrollbehälter für den Hochwassereinsatz vorgesehenen Geräte werden hierbei eingesetzt.

 Ein zum Glück nicht alltäglicher Einsatz folgt am Sonntag 2.6. kurz nach 20 Uhr. Der gesamte Hang des Dachslochberges hinter der Öschinger Landhaussiedlung bewegt sich talwärts. Bereits in der direkt an die Gärten angrenzenden Weide fallen Bäume unter lautem Knallen um. Die Bewohner werden sofort evakuiert, an der Landhausstraße gesammelt und registriert. Die vorübergehende Unterbringung wird organisiert und im Feuerwehrhaus Öschingen die Versorgung durch das DRK sichergestellt. Vorsorglich pumpt eine Spezialfirma alle Öltanks im betroffenen Bereich ab. In den folgenden Tagen können die Bewohner ihre Gebäude in dem inzwischen zum Sperrgebiet ernannten Bereich mehrfach aufsuchen. Sie werden hierbei durch die Feuerwehr registriert und begleitet. In diesen Tagen sichern alle Einsatzabteilungen der Feuerwehr Mössingen die Einsatzstelle im Schichtdienst ab.

 Das Gelände wird durch eine Spezialeinheit des Technisches Hilfswerks rund um die Uhr vermessen um bereits geringste Bewegungen festzustellen.

 Der Feuerwehreinsatz kann endgültig am 19.6. abgeschlossen werden. Allein von der Abteilung Öschingen werden bei diesem Einsatz 756 Personalstunden geleistet.

  

Schuppenbrand

 Mit 2 C und 1 B-Rohr wird am 17.8. ein im Vollbrand stehender Schuppen in der Katzenwadel gelöscht.

  

2015   Fahrzeugbrand

 Am 24.6. brennen in der Untergasse zwei PKW. Durch den Einsatz von 2 C-Rohren kann ein Übergreifen des Brandes auf das unmittelbar danebenstehende Gebäude verhindert werden.

  

2016   Hochwasser

 Zur Überlandhilfe werden wir mit dem WLF am 24.6. in den Landkreis Reutlingen gerufen und überwiegend in Pfullingen eingesetzt.

  

2017   Brand auf Aussiedlerhof

 Zur Unterstützung beim Brand eines Geräteschuppens werden wir am 20.3. nach Ofterdingen alarmiert. Das Tanklöschfahrzeug wird zur Wasserlieferung und zum Ablöschen von Glutnestern eingesetzt. Mit dem Wechselladerfahrzeug wird gemeinsam mit dem Schlauchwagen der Feuerwehr Bodelshausen eine Wasserleitung von der Kurklinik zur Jungviehweide vorbereitet.

  

Gebäudebrand

 Am 27.6. steht bereits bei der Anfahrt der Abteilung Mitte die Scheune mit angebautem Wohnhaus in Bad Sebastiansweiler im Vollbrand. Wir werden mit dem WLF und TLF zur Wasserversorgung eingesetzt.

  

2018   Dach von Sturm abgerissen

 Zu einem Sturmschaden rückt die Abteilung Öschingen am 03.01. in den Bergäckerweg aus. Mit Unterstützung der Drehleiter der Abteilung Mitte wird ein abgerissenes Blechdach auf einer Dachgaube gesichert.

  

Gebäudebrand

 Die Abteilung Öschingen wird am 11.01. mit dem Abrollbehälter Schlauch zur Unterstützung bei einem Dachstuhlbrand in den Mössinger Edelmannsweg alarmiert. Das Tanklöschfahrzeug übernimmt die Einsatzbereischaft im Feuerwehrhaus Mitte.

  

Die Kommandanten (bzw. ab 1971 Abteilungskommandanten) der Feuerwehr Öschingen:

  

1886 – 1897

Johannes König (Großvater des Adlerwirts Hans König, Mühlberg)

 

1897 – 1919

Gustav Ayen (Zimmermann, Oberdorf/Bolbergstraße)

 

1919 – 1924

Johannes Krumm (Weber, “Schorscha-Hannes“, Gass/Bolbergstraße)

 

1924 – 1933

Adolf Kuppler (Waldmeister, Untergasse)

 

1933 – 1947

Georg Walter (Landwirt/Fronarbeiter, Talheimer Straße)

 

1947 – 1965

Viktor Rein (Bauunternehmer, Gass/Bolbergstraße)

 

1965 – 1970

Hans Rein (Bauunternehmer, Falkenstraße)

 

1970 – 1990

Werner Eißler (Schlossermeister, Bolbergstraße)

 

1990 – 2003

Felix Rein (Bezirksschornsteinfegermeister, Reutlinger Straße)

 

2003 – dato

Jochen Rein (Schornsteinfegermeister, Drosselweg)

 

 

 

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